Sep
06
2011

Autor: PKluwe

Social Media als Verkaufsmotor?

Social Media ist in aller Munde. Jeder glaubt, es zu brauchen und Viele bestätigen diese Annahme ungeprüft. Das gilt immer mehr auch für Unternehmungen der Privatwirtschaft. Doch der Bereich ist nicht nur nicht scharf eingrenzbar, er hat auch ein Imageproblem. Abgesehen von populären Fällen, in denen Datenschutzbestimmungen missachtet oder sogar kriminell und ganz bewusst außer acht gelassen wurden und werden, kursiert das begründete Gefühl, dass man im Internet immer mehr auf sogenannten Fakecontent stößt.

Das Gefühl tritt immer dort auf, wo man den Eindruck hat, eine Firma oder ein Produkt würde doch allzu sehr und nicht selten auch allzu plump derart in den Himmel gelobt, dass man kaum glauben kann, eine Privatperson hätte dies aus freien Stücken geschrieben. Beiträge auf Portalen, die es ermöglichen, in einer offenen Forenumgebung Produkte zu bewerten, stehen immer wieder unter Verdacht, von Mitarbeitern oder firmennahen Personen verfasst worden zu sein, um ein möglichst positives Bild zu einem bestimmten Produkt zu verbreiten.

Fake Content gesucht

Nun hat natürlich jedes Unternehmen dieses Ziel und darf und soll dies auch verfolgen. Der Versuch, das über gefakte Inhalte zu bewerkstelligen, geht aber nach hinten los. Aufmerksame User bemerken schnell solche Beiträge und zeigen sie an. Da diese Art der verdeckten Werbung verboten ist, bekommen die Unternehmen nicht nur strafrechtliche Probleme, sondern erleiden schnell einen nicht zu unterschätzenden Imageverlust – nicht nur im Netz. Besonders fatal ist dies, wenn es um Anbieter von Anwendungen rund ums Internet geht. Die weltweite Community versteht da zu Recht keinen Spaß und zeigt gern konsequent, wozu Social Media in der Lage ist. Binnen kürzester Zeit sind solche Nachrichten über unlautere Wettbewerbsmethoden verbreitet und der Ruf und die Reputation eines Unternehmens dauerhaft beschädigt.

Verantwortung im Internet

Zurück bleibt die Hoffnung, dass die User dabei genauso verantwortungsvoll agieren, wie sie es von den Unternehmen erwarten. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass Wettbewerber zunehmend anfangen, Fake Content zu verbreiten, um anderen Marktteilnehmern ein schlechtes Image zu verpassen, wie es hier womöglich bereits passierte.

Ganz andere Ansichten findet man derzeit beim US-Militär, welches offenbar Medienbeeinflussung im Internet durch gefälschte Inhalte auf eine (neue) politische Ebene heben will. Mehr dazu hier.

Es ist naiv zu glauben, dass sie die Einzigen wären, die so etwas versuchen. Man muss auch nicht orakeln, um zu sagen, dass es wohl keine ganz neue Taktik ist, die da offengelegt wird. Wenn so etwas in die Öffentlichkeit gelangt und glaubhaft ist, dürfte es in der Vergangenheit sicherlich nicht für ebendiese bestimmt gewesen sein. An Spekulationen soll sich hier aber gar nicht weiter beteiligt werden. Wenn solche Informationen im Netz auftauchen, bestätigen sie zumindest eine der Thesen zum Thema „gefakte Inhalte“: Falscher Content fliegt über kurz oder lang immer auf. Ein Beispiel, das für Furore sorgte, zeigt ein weiteres Problem: Die Menschen lieben Geschichten. Sie halten die Welt zusammen. Wer gut Geschichten erzählen kann, kann damit auch großen Schaden anrichten. Es soll daher an dieser Stelle an einen guten alten Ratschlag erinnert werden: Lügen haben kurze Beine!

 

 

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Interessantes, Web - Marketing
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